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Petar Kovacević neuer Trainer bei Spandau - Preuß zurück

Der international bekannte Trainer Petar Kovacecić wird in der nächsten Saison als Cheftrainer bei Wasserfreunde Spandau 04 fungieren. Der 39-jährige gebürtige Montenegriner  aus der Wasserballhochburg Kotor, der aktuell die französische Staatsangehörigkeit besitzt, hat einen Vertrag für ein Jahr beim amtierenden deutschen Meister unterzeichnet. Kovacević tritt die Nachfolge von Peter Röhle an, der nach der kurzfristigen Entlassung von Andras Gyöngyösi im April 2014 die Wasserfreunde am Ende der Saison zum Pokalsieg und Meisterschaft führen konnte. Die Wasserfreunde vermelden zudem wichtige Personalien für den Spielerkader des Teams, der auch 2014/2015 fest für die Hauptrunde der Champions League gesetzt ist. 


Röhle ist aus beruflichen Gründen nicht in der Lage, die Trainertätigkeit für seinen Verein in der neuen Saison fortzusetzen.Mit Kovacević kommt ein erfahrener Wasserballtrainer in die Hauptstadt. Der verheiratete Familienvater mit zwei Kindern startete seine Karriere in Frankreich und betreute dort den früheren Serienmeister Olympic Nizza (2004/2005). Es folgten weitere Stationen beim VK Becej (Serbien, 2005/2006), CN Marseille (Frankreich, 2006 bis 2012) und parallel dazu von 2008 bis 2012 die Nationalauswahl Frankreichs. Zuletzt betreute von 2012 bis 2014 den türkischen Meister Galatasaray Istanbul. In der vergangenen Saison traf Petar Kovacević mit Galatasaray in der Champions-League bereits zweimal auf das Team der Wasserfreunde und konnte sich dabei einen guten Eindruck von der Spielstärke des deutschen Meisters machen, wobei Spandau einen Sieg und ein Unentschieden im Direktvergleich holen konnte.
 
Die Wasserfreunde haben für die neue Saison wieder einige notwendige Personaländerungen zu kompensieren: Fabian Schroedter und Marc Politze, zwei langjährige Leistungsträger, haben bereits ihr definitives Karriereende bekannt gegeben. Die beiden Centerverteidiger Thomas Kick und Timo van der Bosch werden den Verein nach nur einer Spielzeit wieder verlassen. Thomas Kick ist zu seinem Heimatverein SV Weiden zurückgekehrt, und Timo van der Bosch wird wahrscheinlich wieder die Nähe seiner Familie suchen und möglicherweise beim SSV Esslingen oder dem SV Cannstatt unterkommen. Mit dem 32 Jahre alten Andreas Schlotterbeck, Centerspieler bei den Wasserfreunden seit 1999, hat der Verein sich nicht über eine erneute Zusammenarbeit einigen können. Andreas möchte seinem Traum folgen und einen Vertrag im Ausland erhalten. Der Olympiateilnehmer von 2008 soll sich dem Vernehmen in Richtung Frankreich orientieren und hier mit einem Verein in Lille im Gespräch serin.
 
Dennoch kann Petar Kovacević, der mit den Wasserfreunden ab November 2014 wieder in der Champions-League antreten wird, auf eine personell spielstarke Mannschaft hoffen: Die Zielsetzung für die neue Saison heißt für Kovacević die Titelverteidigung der beiden deutschen Titel Pokal und Meisterschaft sowie ein gutes Abschneiden in der Champions League, wobei erst nach der noch ausstehenden Auslosung auf der internationalen Ebene diesbezüglich eine genauere Zieleinschätzung genannt werden werden. Mit Laszlo Baksa (Ungarn), Mateo Čuk (Kroatien), Marin Restović (Montenegro) und dem jungen Centertalent Petar Marković (Serbien) konnte Spandau seine vier starken ausländischen Spieler weiterhin verpflichten. Außerdem werden die deutschen Spitzenspieler Moritz Oeler, Marko Stamm und Maurice Jüngling ebenfalls dem Verein treu bleiben.
 
Sehr glücklich ist die Vereinsführung über die Rückkehr des Spandauer Urgewächses und Nationalspielers Tobias Preuß (Foto): Tobias hatte ein mehrjähriges Studium in Los Angeles an der University of California abgeschlossen, wo mit der Universitätsmannschaft nationaler Titelträger wurde, erfolgreich abgeschlossen. In der vergangenen Saison spielte Tobias bereits wieder in Deutschland für Waspo 98 Hannover und erreichte mit den Niedersachsen das Pokalendspiel. Insgesamt ist damit die Spielersuche nach Spandauer Angaben aber noch nicht abgeschlossen. Innerhalb der nächsten Monate wird Spandau möglicherweise weitere, interessante Spieler in die Mannschaft integrieren, um in der Champions-League weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.
 
Siehe auch: www.wasserballhelden.de
 

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