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Stühlerücken: Kruszona nach Uerdingen, Steinhauer nach Bochum

Ein großes Stühlerücken gibt es im deutschen Frauen-Wasserball bei den Linkshänderinnen: Deutschlands Ausnahmespielerin und aktuelle DWL-Torschützenkönigin Monika Kruszona (26) wird Meister SV Blau-Weiß Bochum verlassen und sich mit Beginn der neuen Saison ihrem Heimatverein SV Bayer 08 Uerdingen anschließen – dem größten nationalen Rivalen der Blau-Weißen seit Jahren. Der Titelverteidiger von der Ruhr vermeldet mit Nationalspielerin Tatjana Steinhauer (20) vom Tabellendritten Hannoverscher SV allerdings auch einen bedeutsamen Neuzugang, der zudem ein Kruszona vergleichbares Spielerprofil aufweist.

Der Kruszona-Transfer ist einer der spektakulärsten Spielerwechsel im deutschen Frauen-Wasserball seit über einem Jahrzehnt. Die auch international bestens bekannte Torjägerin ging bereits 2001 im Alter von 15 Jahren bei der Europameisterschaft in Budapest (Ungarn) erstmals bei einem großem Titelkampf für die DSV-Auswahl an den Start und ist damit nach den Rücktritten von Katrin Dierolf und Simone Budde nun auch die dienstälteste Spielerin im A-Team.
 
Die gebürtige Krefelderin entstammt der Jugend des SV Bayer 08 Uerdingen und war 2002 zum nationalen Titelträger Blau-Weiß Bochum gewechselt, mit dem sie seitdem neunmal Meister und achtmal Pokalsieger geworden ist. Die Rückkehr an den Waldsee kommt nicht gänzlich überraschend: Kruszona ist stets Mitglied bei Bayer geblieben und wohnt auch weiterhin in Krefeld, so daß sie stets zeitaufwendig zum Training nach Bochum angereist ist. Die Linkshänderin möchte zudem auch im Studium vorwärts kommen und verknüpft dieses mit der Rückkehr zu ihrem vor der Haustür gelegenen Heimatverein, für den sie übrigens die ersten 17 ihrer bis 163 Länderspiele absolviert hat.
 
Für den nationalen Serienmeister von der Ruhr ist es nach den Abgängen der Nationalspielerinnen Carmen Gelse und Jasmin Krieter (beide wechselten 2009 zum Hannoverschen SV) ein weiterer prominenter Verlust, allerdings können die Blau-Weißen mit Tatjana Steinhauser eine andere Nationalspielerin als Zugang im Wiesental vermelden. Die beim Lehrter SV und Hellas Hildesheim großgewordene Spielerin ist ähnlich wie Kruszona eine wurfstarke Linkshänderin mit Centerpotential und wird bei Spielen der deutschen Auswahl mitunter sogar als Ersatz für Deutschlands Torjägerin „Nummer eins“ gebracht.
 
Steinhauer ist erstmals im Mai 2010 bei dem Vier-Nationen-Turnier in Kirischi (Rußland) in der A-Nationalmannschaft zum Einsatz gekommen und hat danach auch den Sprung in das deutsche Aufgebot bei der Europameisterschaft in Zagreb (Kroatien) geschafft. Die Linkshänderin ist seit Herbst vergangenen Jahres zudem eine von zwei Sportsoldatinnen im A-Kader des DSV und hat es seit ihrem Debüt bereits auf 26 Länderspiele gebracht. Aktuell befindet sich die Angreiferin in der Vorbereitung auf die Junioren-Weltmeisterschaft für U20-Mannschaften in Triest (Italien/11. – 17. September). 
   

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