Wasserball

Wasserball ist trotz guter Vereinsstrukturen und Ligabetrieb in Deutschland eher eine Randsportart, welche aber in den meisten größeren Städten angeboten wird. Wasserball ist ein Teamsport und gilt im allgemeinen als harte Sportart, doch gibt es bei diesem Sport kaum schwerere Verletzungen, da Tritte im Wasser kaum Wirkung haben. Blaue Flecken hingegen sind an der Tagesordnung.

Ziel des Spieles ist ganz einfach gesagt, einen Ball beim Gegner im Tor zu versenken.

Was benötigt man um Wasserball zu spielen?

Wer Wasserball spielen möchte, der sollte schon mal ein guter Schwimmer sein, denn das Spiel findet ausschließlich im Wasser und dort durchgehend schwimmend statt. Ausschlaggebend sind außerdem Kraft und eine gute Kondition.

Grundvoraussetzungen

Wer die oben genannte Grundvoraussetzung bereits erfüllt, benötigt nur noch eine Team und einen Gegner. Ein Team besteht aus einem Torhüter und 6 Feldspielern.

Natürlich muss man noch ein Schwimmbad finden, welches eine ausreichende Größe für das Spielfeld hat. Das Spielfeld sollte zwischen 20m und 30m lang sowie zwischen 10m und 20m breit sein. Bei den Frauen beträgt die max. Spielfeldlänge nur 25m. Die Wassertiefe sollte min. 1,80 m betragen, denn dass entspricht den offiziellen Richtlinien. Zusätzlich benötigen man dann noch zwei Tore und ein Wasserball.

Wer einfach nur ein Spielchen unter Freunden machen will, der muss diese Bedingungen natürlich nicht so genau nehmen. Für diejenigen, die häufiger spielen möchten empfiehlt es sich einen Verein in der Nähe zu finden, der diese Voraussetzungen bereits erfüllt.

Equipment

Neben dem Spielfeld benötigt der Wasserballer auch etwas Equipment, um das Spiel auszuüben.

Das wichtigsten ist natürlich der Wasserball. Dieser muss ein Gewicht von 400-450g haben. Der Umfang des Balles muss bei den Herren zwischen 68 und 71cm liegen. Bei den Frauen ist der Umfang etwas kleiner. Dieser liegt zwischen 0,65-0,67m.

Ein Wasserball nach Norm kann man in den meisten gut sortieren Sportgeschäften oder einfach Online kaufen.

Neben dem Wasserball benötigt jeder Spieler auch eine Kappe. Nach den offiziellen Regeln trägt die Heimmannschaft in der Regel helle und die Auswärtsmannschaft dunkle Kappen. Die Torhüter tragen rote Kappen, um deutlich vom Rest der Mannschaft unterschieden werden zu können. Die Kappen haben an beiden Seiten einen starren Ohrschutz aus Kunststoff, um Verletzungen zu vermeiden.

Auch Wasserballer kappen bekommt man in gut sortieren Sportgeschäften oder ganz einfach online.

Ligen und Verein

Wasserball ist international weit verbreitet und findet alle 4 Jahre auch bei Olympia statt. Wasserball ist einer der ersten Sportarten, welche bei den Olympischen Spielen veranstaltet wurde und genießt in vielen Ländern eine lange Tradition.

Neben Olympia gibt es auch eine Welt- und Europameisterschaft, welche je alle zwei Jahre stattfinden. Hierbei wechseln sich die Wasserball Weltmeisterschaft und die Wasserball Europameisterschaft ab, so das für die europäischen Zuschauer jedes Jahr ein internationales Event ansteht.

Deutschland war bei allen internationalen Veranstaltungen bisher eher mäßig erfolgreich. Dennoch gibt es hier einen regelmäßigen und gut organisierten Ligabetrieb, welcher unter dem Dach des Deutsche Schwimm-Verband (DSV) organisiert ist.

In Deutschland gibt es eine Männer – und eine Frauen Bundesliga, in der Vereine aus ganz Deutschland um den Meister-Titel kämpfen.

Die 2. Liga der Männer ist nochmal in die Regionen Nord, Ost, Süd und West aufgeteilt, wobei die jeweiligen Meister den Aufsteiger in die Bundesliga ausspielen. Es steigen nur 2 Mannschaften in die Wasserball-Bundesliga auf. Weiter Ligen im Männerbereich sind Ober-, Verbands-, Bezirks- und Kreisliga, wobei die letzten drei genannten von den jeweiligen Landesverbänden organisiert werden.

Bei den Frauen stammt der Aufsteiger direkt aus einer der darunterliegen Oberligen.